Lana

Ich bin Lana und ein Kind der Liebe. Meine Mama war eine Labradorhündin und mein Papa ein in der Nachbarschaft lebender Deutschdrahthaarrüde. Mit neun Wochen hielt ich Einzug bei der Familie Lüke. Gina, eine schon betagte  Münsterländer–Terrier–Hündin hatte die Familie gut im Griff. Von ihr lernte ich was erlaubt war und was nicht so gerne von meiner Familie gesehen wurde. Obwohl ich um einiges größer war als Gina hatte ich doch großen Respekt vor ihr. Mit zunehmendem Alter ging es Gina immer schlechter und mehr als einmal machte ich meine Familie auf den schlechten Gesundheitszustand meiner Ziehmama aufmerksam. Als ich 4 Jahre alt war verstarb Gina. So gut ich konnte tröstete ich meine Familie, die mich nun ihrerseits überall hin mitnahmen. Meine schwarze Fellfarbe und meine Größe waren der Garant für Sicherheit im Haus und im Wohnmobil. Kurz nach meinem fünften Geburtstag hielt Anthony Einzug bei meiner Familie. Ich nahm ihn liebevoll unter meine Fittiche um ihm alles beizubringen, was ich von Gina gelernt hatte. Ich hatte den kleinen Kerl so gern, dass meine Zitzen sogar Milch abgaben. Das fand mein Frauchen aber gar nicht gut und so wurde ich im Januar 2003 operiert. Der Tierarzt stellte dabei fest, dass meine Gebärmutter nicht in Ordnung war und sich auch schon Krebsgeschwüre an der Milchleiste gebildet hatten. Nun ja, Babies sollte ich ja sowieso nicht bekommen. Von dieser Operation habe ich mich aber nur sehr langsam erholt. Nun ja, der kleine Kerl war ja auch ganz schön anstrengend, obwohl mein Frauchen sich bemühte ihn von mir fernzuhalten. Er war ja noch so klein und für ihn war ich seine Hundemama. Kurz vor meinem 6. Geburtstag ging es mir so schlecht, dass mein Frauchen mich zum Tierarzt brachte. Ich hatte wohl etwas gefressen, was mir absolut nicht bekommen ist. Der Tierarzt versuchte alles mögliche um mein Leben zu retten, aber durch die Operation war ich wohl so stark geschwächt, dass ich schon einen Tag später meine Reise zur Regenbogenbrücke antrat. Meine gesamte Familie war geschockt und auch Anthony fraß nicht mehr und wollte auch nicht saufen. Er verstand seine kleine Welt nicht mehr. Er suchte mich überall. Aber Gott sei Dank kam schon recht bald die kleine Lebensretterin Eileen zu meiner Familie.